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Ricreation d'Arcadia Blog in English version

Ensemble Ricreation d'Arcadia
http://darcadia.blogspot.com/

This site is a homepage(blog) of an ensemble "Ricreation d'Arcadia"
(English version).

プロフィール(英語とイタリア語)、過去のプログラム、またこれからのプログラムなどが記載されています。

そちらのほうもご覧ください!
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by ricrearcadia | 2007-10-03 07:25 | NEWS

Concerto [BAROCKTAGE STIFT MELK]

»Juventute«
Welch unglaublich hohes Niveau japanische Künstler in der Barockmusik erreichen, zeigen nicht nur diverse Sänger und Sängerinnen bei Monteverdi-Aufführungen der letzten Jahre, sondern vor allem das mittägliche Konzert in der Stadtpfarrkirche am Pfingstmontag, 28. Mai, mit dem Ensemble »Ricreation d’Arcadia«. Es war Dieterich Buxtehude und seinem Kreis gewidmet, dem Begründer der Lübecker Abendmusiken und einem der bedeutendsten Organisten seiner Zeit. Als einführendes, den musikalischen Gaumen kitzelndes Orgelkonfekt, spielte Leo van Doeselaar ein Präludium g-Moll von Buxtehude, dann begann der kammermusikalische Teil in erlesener Klangharmonie mit einer Battaille D-Dur von Clamor Heinrich Abel, dem Vater Christian Ferdinand Abels, einem der angesehensten Geigen- und Gambenvirtuosen des Barocks. Das junge japanische Ensemble imponierte nicht nur mit seinem wunderbaren Gefühl für ausgewogene Tempi, sondern auch mit anspruchsvoller, höchst origineller Musikauswahl. Zwei kongeniale Geigerinnen umrahmten das Cello weichen Toncharakters, von Takashi Watanabe, einem der maßgebenden japanischen Händel-Spezialisten am Cembalo begleitet. So hagelte es bereits begeisterten Applaus nach Buxtehudes inspirierter Sonata in G, BuxWV 271, mit prächtigem Violonsolo voller süßen Kantilenen, vom Cembalo zärtlich eingerahmt. Riesenapplaus ernteten die Künstler anschließend für Händels feurige Sinfonia B-Dur, HWV 339, im Allegro vor Energie berstend, mit eindringlich beseeltem Adagio und himmlischer Streicherharmonie. Johann Gottlieb Goldbergs Sonata C-Dur wurde einst JS Bach zugeschrieben, sie gleicht einem flirrenden Flug barocker Klangfarben im Alla breve, bezaubert im Largo mit wechselreichem Verflechten und Entwirren der beiden Violinstimmen und gipfelt mit einem wirbelnden Tanz im Presto der Gigue. Ayako Matsunaga bewies bei Georg Muffats Sonata Violino solo ihr großartiges geigerisches Können – auch wenn ich mir an manchen Stellen mehr Wagnis expressiver Klanggebung gewünscht hätte – und wurde am Höhepunkt des gestalterischen Spannungsbogens vom Riss der E-Saite überrascht. Der Cembalist überbrückte die Zeit des Saitenwechsels mit einem weiteren Präludium von Buxtehude, dann führten die Künstler Muffats Werk zu Ende, konnten aber natürlich die enorme musikalische Spannung des Stücks nicht restlos wieder aufnehmen. Dafür gab Buxtehudes Sonata in C, BuxWV 266, dem beeindruckenden Cellisten Takashi Kaketa die Gelegenheit, auch sein virtuoses Solospiel kredenzen zu können. Herzhafter Applaus, der weit die gängige Höflichkeit überstieg, belohnte dieses Spitzenensemble, das nicht umsonst einen der wichtigsten internationalen Wettbewerbe, den Premio Bonporti für Alte Musik, im oberitalienischen Rovereto gewonnen hat, für einen wunderbaren Musikmittag.

(Franz Szabo, http://franzszabo.fastmail.fm/musik/musik143.html)
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by ricrearcadia | 2007-10-03 07:17 | 批評

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